Dirofilariose – Herzwurmkrankheit beim Hund

Waren es früher tropische und subtropische Urlaubsziele in denen die Gefahr einer Infektion mit dem Herzwurm gelauert hat so sind es heute auch schon so beliebte Urlaubsregionen wie Italien oder die kanarischen Inseln in denen der Hund sich mit diesen unerfreulichen „Reisenmitbringseln“ infizieren kann. Die Dirofilariose ist mittlerweile im gesamten Mittelmeerraum anzutreffen.

Vor allem die italienische Poebene weißt mit 95 % die höchste Verseuchung weltweit auf. Aber auch die kanarischen Inseln oder unser Nachbarland Ungarn weisen hohe Infektionsraten auf.

Erreger dieser Krankheit ist Dirofilaria immitis, eine Filarienart. Dieser Blutparasit wird durch ca. 70 verschiedene Stechmückenarten übertragen. Im Endwirt Hund entwickeln sich die sogenannten Makrofilarien, die ausgewachsenen Herzwürmer. Nach einer bis zu mehreren Monaten dauernden Inkubationszeit verliert der Hund an Gewicht, wird schwächer, entwickelt Atemnot, Husten, Herz, Leber und Niereninsuffizienz, sowie Bauchwassersucht. Entzündliche Veränderung und absterbende Parasiten können zu Thrombosen führen. Bei einer Thrombose ist der Blutstrom in einem Blutgefäß oder im Herzen behindert.

Der direkte Nachweis der Mikrofilarien erfolgt durch mikroskopische Untersuchung von peripherem Blut über einen Blutausstrich. Bei ca. 25% der infizierten Hunde findet man keine Mikrofilarien. Dieser Zustand wird als okulte Dirofilariose bezeichnet.

Der Antigennachweis der adulten Herzwürmer im Serum ist erst 6-7 Monate nach Infektionsbeginn aussagekräftig.

Die medikamentöse Therapie ist in der Wirkung unzureichend und hat massive Nebenwirkungen. Das Abtöten adulter Herzwürmer ist zudem, aufgrund der hohen Thrombosegefahr, sehr riskant .

Wichtig ist daher die Vorbeugung! Es sollten alle Hunde welche in gefährdete Gebiete auf Urlaub mitgenommen werden eine entsprechende Herzwurmprophylaxe bekommen. Diese besteht entweder aus einem Halsband und/oder einem Shampoo welches die Stechmücken fernhält, oder einer direkten Prophylaxe des Filarienbefalles durch ein Medikament zum Auftragen auf die Haut.